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Rom soll brennen!

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1st October 2008

10:03pm: Ein Festtag für Bayern
Das Wochenende war auch so schön (Danke für deinen netten Besuch, kind_im_o, das nächste Mal kommen wir auch weiter in den Dom rein! :-), aber die Krönung kam Sonntag Abend um 18:00 Uhr. Dass die CSU ihre absolute Mehrheit verliert hätte ich trotz aller Umfragen nie zu hoffen gewagt. Als ich die Hochrechnung mit den 43% gesehen habe, dachte ich kurz, dass ich träume. Auch wenn die direkte Konkurrenz nicht profitiert hat, ist es doch schön, dass die CSU seit langem auf einen Koalitionspartner angewiesen ist, auch wenn diesen Martin Zeil der Ausdruck bieder-langweilig-brav perfekt charakterisiert. Ob sich der und seine in Bayern völlig unbekannte FDP mit den frechen CSU-Spitzbuam nicht übernehmen, halte ich für sicher.

Naja, aber erstmal überwiegt meine Freude: Die zwei größten Unsympathen der CSU Huber und Haderthauer sind Vergangenheit. Allerdings würde ich lieber den Beckstein behalten als den Söder oder diesen widerlich-oberlehrerhaften Thomas Goppel ertragen zu müssen ;-)
Current Mood: blah

4th June 2008

8:07pm: Meine Nachbarin
Meine Nachbarin ist eine Kirche, aber keine normale sondern die "Kulturkirche", die sich dadurch auszeichnet, dass mehrmals wöchentlich Veranstaltungen stattfinden (also Konzerte, Lesungen, Kabarett).

Trotzdem war ich gerade überrascht als nach lautem Applaus auf einmal unverkennbar "Wir sind Helden" angefangen haben zu singen. Dafür ist die Kirche eigentlich doch zu klein, aber sie scheinen das Konzert mit einer Lesung aus dem eigenen Buch zu Tibet zu verknüpfen, und damit passt es wieder.

12th May 2008

1:14am: Alte Meinungen, aber warum? ;-)
Habe gerade mal in meinen alten Deutsch-Leistungskurs-Unterlagen (Jahrgang 99/00) geblättert, und bin auf ein sehr interessanten Erörterungsaufsatz aus meiner Feder gestoßen.

Ich kann mich zwar nicht mehr genau erinnern, was mich dazu getrieben hat, dieses Schlusswort zu schreiben, aber ich glaube, dass es v.a. durch meine damalige Deutschlehrerin beeinflusst war, die ich "eigentlich" sehr schätzte, nur war mir ihre politische Einstellung dann doch zu links. Ich glaube, dass ich sie einfach ein wenig provozieren wollte, was wohl auch gelungen ist, weil sie so Sachen an den Rand geschrieben hat, wie "Das ist doch nicht deine echte Meinung?" oder "Hier besteht Diskussionsbedarf". Trotzdem lustig, insbesondere das Bild der Bleikugel ist lustig:

Doch muss man Loest mit seiner pessimistischen Einsicht aus heutiger Sicht Recht geben:
Der Aufbau im Osten geht tatsächlich sehr langsam und schleppend voran. Wenn der Westen die "Ossis" nicht hätte, könnten wir heute das Land mit den niedrigsten Steuern, den leistungsfähigsten Arbeitnehmern und der niedrigsten Arbeitslosenquote in Europa sein.
Doch der Ossi hängt an uns wie die Bleikugel an dem Gefangenen. So zerstören die nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch unsere Parteienlandschaft. Sofort wählen sie die Kaderpartei SED/PDS in den Bundestag. "Abkassieren wie unter Honnecker, leben wie bei Kohl", das ist die Devise des faulen Ossis, die uns noch ziemlich viel Ärger bereiten wird.
Current Mood: surprised

28th April 2008

11:29pm: Ein Fahrrad macht Ärger
Da hat man kaum ein Fahrrad, und es bringt nur Ärger und Kosten.

Gleich in der ersten Woche, die es in Gebrauch war, konnte man es kaum mehr richtig lenken. Glücklicherweise ist auf meiner Strecke gerade ein Fahrradladen gekommen, so dass ich es dort sofort machen lassen konnte. Neue Verbindung zwischen Rahmen und Lenker ist jetzt dran, aber auf die 40 EUR Kaufpreis durfte ich dafür noch mal 35 EUR drauf legen.

Gestern habe ich mich mit einem alten Viadrina-Freund (Eugen) in Wuppertal getroffen. Natürlich bin ich mit dem Fahrrad zum Kölner Bahnhof. Als ich gegen 23:00 zurück kam, war aber offensichtlich das Schloss so beschädigt, dass ich es nicht mehr aufbekam. Als ich ein wenig herumgeruckelt hatte, sah ich, dass am Lenker ein Zettel befestigt war: Ich solle mich bei der Bundespolizei im Bahnhof melden. Dort wurde mir von dem freundlichen Beamten erzählt, dass jemand wohl beobachtet wurde, wie er versucht hat, mein Schloss aufzubrechen (ich frage mich, wieso sich derjenige das Olleste und Hässlichste Fahrrad im Umkreis von 3 km ausgesucht hat). Die Polizei hat ihn dann aber noch rechtzeitig geschnappt. Da das Schloss nicht mehr mit dem Schlüssel zu öffnen war, kam der Polizist mit einem Bolzenschneider nach draußen und knackte das Ganze flink. Er meinte dann noch, dass ich den Typen auch noch wegen Sachbeschädigung anzeigen könnte, aber die 5 EUR war es mir dann nicht wert, noch weitere 20 min auf dem Revier zu verbringen...
Current Mood: calm

20th March 2008

12:08am: Ackermann und der Liberalismus.
Kurz zusammengefasst als Hintergrund:
Die Banken auf der ganzen Welt leiden derzeit darunter, dass sie in der Vergangenheit häufig Kreditrisiken einfach beiseite gewischt haben und sehr schnell Geld an jeden, der es wollte, herausgerückt haben. Nun stellt sich heraus, dass viele dieser Kredite faul sind, und nicht mehr bedient werden können. Deshalb mussten die Banken bereits hohe Abschreibungen (Milliardenbereich) vornehmen, wobei das noch lange nicht alles ist, sondern es weitere Kreditrisiken gibt, aus denen sich Abschreibungen ergeben werden, die aber bisher schwierig zu bewerten sind. An den Banken hängt wie ein Zahnrad das ganze Wirtschaftssystem. Wenn die Banken also so massiv wie jetzt ins Stottern geraten, ist es nur eine Frage der Zeit bis auch die restliche Wirtschaft da hinein gerät.

Sehr interessant zu beobachten, wie in diesem Zusammenhang überzeugte Liberale, wie der Chef der Deutschen Bank, auf einmal Staatshandeln einfordern, wenn es um die eigenen Unternehmens-Milliarden geht. Plötzlich hört man nix mehr von den absoluten Selbstheilungskräften usw. Man könnte es fast dreist nennen, da es selbstverschuldet ist.

Früher:
"Wachstum und Beschäftigung gedeihen dort am besten, wo wirtschaftliche Freiheit herrscht. Oder, um es mit Ralf Dahrendorf zu sagen: „Freiheit ist die Leitidee allen Fortschritts der menschlichen Dinge.“" Josef Ackermann in einer Rede 2007

Heute:
"Wir haben nicht die Zeit zu warten, bis der US-Häusermarkt über Jahre das Ungleichgewicht abbaut. Es braucht eine konzertierte Aktion von Banken, Regierungen und Notenbanken. Ich glaube hier nicht allein an die Selbstheilungskräfte der Märkte."

Wo sind nun auf einmal die schönen liberalen Werte hin? Vermutlich passend zu Ostern irgendwo gut versteckt...
Current Mood: annoyed

13th March 2008

11:21am: Weg damit
Seit Montag, den 10.03.2008 bin ich wieder frei.
Nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf stand ich um Punkt 8:00 vor dem Kopier Fritze, die in gewohnt freundlicher Art innerhalb von 20 min. gedruckt und gebunden haben, anschließend ins Prüfungsamt, wo ich als erster um Punkt 9:00 bei Frau Märker meine Diplomarbeit abgegeben habe.

Nun suche ich nach einer Zwischenmiete-WG-Unterkunft in Köln für mein anschließendes Praktikum und versuche durch regelmäßige Bewegung wieder etwas von dem angefressenen Diplomspeck zu verlieren. Ab morgen werde ich dann beginnen mich intensiv zu bewerben.

26th February 2008

12:29am: Erich Fromm - Haben oder Sein
Bin gerade wieder aufgewacht und wollte das noch unbedingt loswerden.

Den unten stehenden Text habe ich gestern beim Psychoanalytiker und Philosophen Erich Fromm gefunden. Er spricht über den Marketing Character, und zeichnet sich durch eine anscheinend ziemlich gute Beobachtungsgabe aus. Mit einer sehr angenehmen, humanistischen Denkweise sticht er jedenfalls sämtliche "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter" bei Weitem.

Seit 1977 hat sich wohl nicht soviel verändert, sondern das Ganze ist vielleicht noch etwas stärker geworden:

Ich habe die Bezeichnung "Marktcharakter" (marketing character) gewählt, weil der einzelne sich selbst als Ware und den eigenen Wert nicht als "Gebrauchswert", sondern als "Tauschwert" erlebt. Der Mensch wird zur Ware auf dem "Persönlichkeitsmarkt". [...]

Der Erfolg hängt weitgehend davon ab, wie gut sich ein Mensch auf dem Markt verkauft, ob er "gewinnt" (im Wettbewerb ...), wie anziehend seine "Verpackung" ist; ob er "heiter", "solide", "aggressiv", "zuverlässig" und "ehrgeizig" ist; aus welchem Milieu er stammt, welchem Klub er angehört, und ob er die "richtigen" Leute kennt. [...] Der Mensch dieses Typus hat nicht einmal ein Ego (wie die Menschen des 19. Jahrhunderts), an dem er festhalten könnte, das ihm gehört, das sich nicht wandelt. Denn er ändert sein Ich ständig nach dem Prinzip: "Ich bin so, wie du mich haben möchtest."

Menschen mit einer solchen Charakterstruktur haben kein Ziel, außer ständig in Bewegung zu sein und alles mit größtmöglicher Effizienz zu tun; fragt man sie, warum alles so rasch und effizient erledigt werden muß, erhält man keine echte Antwort, nur Rationalisierungen wie: "Um mehr Arbeitsplätze zu schaffen", oder: "Damit die Firma weiterexpandiert." Philosophischen oder religiösen Fragen, etwa wozu man lebt und warum man in die eine und nicht die andere Richtung geht, bringen sie (zumindest bewußt) wenig Interesse entgegen. Sie haben ihre großen, sich ständig wandelnden Egos, aber keiner von ihnen hat ein Selbst, einen Kern, ein Identitätsbewußtsein.

Weiterlesen: Erich Fromm Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft, 1976, dtv oder einfach mal bei google "Erich Fromm" "Haben oder Sein" ebook eingeben, dann findet ihr es auch.
Current Mood: tired

21st February 2008

9:47am: Andy Warhol - eigenartiges Verständnis von Gleichheit
"What is great about this country is that America started the tradition where the richest consumers buy essentially the same things as the poorest. You can be watching TV and see Coca-Cola, and you know that the President drinks Coke, Liz Taylor drinks Coke and, just think, you can drink Coke too. A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it. the President knows it, the bum knows it, and you know it." (Andy Warhol, 1975, p. 101)

Warhol, Andy (1975), The Philosophy of Andy Warhol: From A to B and Back Again, New York: Harcourt Brace Jovanovich.
Current Mood: amused

17th February 2008

8:12pm: Frankfurt (Oder) - Lebus
Nachdem ich gestern morgen bemerkt habe, dass ich noch weniger Motivation als sonst habe mich vor die Diplomarbeit zu setzen, bin ich in der festen Überzeugung kein einziges Wort zu schreiben, in die große Welt hinaus gegangen und habe mich das erste Mal seit mehreren Monaten auf einen langen Ausflug in Richtung Lebus gemacht.
Auch wenn schon gestern die Beine angefangen haben weh zu tun als wäre es das Beste sie zu amputieren, war es insgesamt schön.
Ein paar Impressionen aus der Nähe der Oderstadt:

Ein Baum als Tor


Eine Brücke, die nur auf eigene Gefahr betreten werden darf


Bäume, die sich in der Oder spiegeln


Der Fährübergang zwischen Lebus und dem polnischen Nichts. Da das eine eher enge Stelle an der Oder ist, war es wohl insbesondere im 2. Weltkrieg ein ganz heftig umkämpfter Platz
Current Mood: Kopf- und Beinweh

7th February 2008

8:18pm: Ein Traum
Zum Träumen:


Current Mood: exhausted

5th February 2008

2:37pm: Markennamen
Bin vorhin da drüber gestolpert, und das sind mal ein paar andere Beispiele als der übliche Pajero. Hat jedenfalls für eine heitere Minute bei mir gesorgt:

Brand Names that did not Work:

Crapsy Fruit French cereal
Fduhy Sesane China Airlines snack food
Mukk Italian yogurt
Pschitt French lemonade
Atum Bom Portuguese tuna
Happy End German toilet paper
Pocari Sweat Japanese sport drink
Zit German lemonade
Creap Japanese coffee creamer
I'm Dripper Japanese instant coffee
Polio Czech laundry detergent
Sit & Smile Thai toilet paper
Barf Iranian laundry detergent
Current Mood: amused

3rd February 2008

11:35pm: Habe erst am Freitag realisiert, dass eigentlich bald Fasching ist. Das untrübliche Anzeichen bestand in der Tatsache, dass NKD (Textildiscounter) in Neuberesinchen die Kostümpreise um die Hälfte gestrichen hat. Ich traure wirklich nicht darum nix davon mitzubekommen; in München kann man zumindest am Rosenmontag und Faschingsdienstag beinahe keinen faschingsfreien Platz finden, selbst die Radiosender spielen die ganze Zeit das Lied vom KNALLroten Gummiboot.

Was für ein Glück in Frankfurt (O) zu leben. Morgen kaufe ich mir ein paar Berliner/ Kreppel/ Pfannkuchen/ Krapfen (such das Wort aus, dass dir am besten gefällt!) und werde eine miesepetrige Rammstein-Platte hören ;-)
Current Mood: amused

28th January 2008

10:24am: Kurz und knapp?
Google: Kurz und schmerzlos haben sie mir durch eine Absage die Entscheidung abgenommen...

Markentransfererfolgserfahrungsgrößen: Was für ein Wort! :-) Ist vielleicht doch etwas zu wenig kurz und wurde schon eliminiert.
Current Mood: busy

9th January 2008

7:18pm: Wieder zurück
Frankfurt (Oder) hat mich wieder zurück.

Nach den entspannten Feiertagen, die ich trotz guter Vorsätze und vieler mitgeschleppter Bücher, nahezu ohne eine geschriebene Seite in München bei der Familie verbracht habe, bin ich wieder dabei meinen Hauptteil zu konzipieren, so dass ich hoffentlich in ein paar Tagen auch den Teil fertig schreiben kann, um dann alles so anzupassen, dass es auch zusammen passt ;-)

Ansonsten habe ich noch mit einer Bewerbung bei Google zu kämpfen und muss die Teilnahme an einer Case Study Competition von AIESEC - ausgerichtet zusammen mit Bertelsmann - in Berlin am Freitag vorbereiten. Des Weiteren steht in der Freizeit noch etwas Analysearbeit für den E-Strat-Wettbewerb von L'Oréal an.

Ich glaube, dass ich schon wieder ganz gut ausgelastet bin.

21st December 2007

12:31pm: Polen, willkommen im Schengenraum
Diese Grenze ist jetzt auch nicht mehr so sichtbar wie sie gestern noch war. Zur Feier des Tages bin ich mit einem Freund abends im Ramses noch etwas essen und schließlich sind wir um 23.30 in einer kleinen Gruppe auf die Brücke gegangen, um nach der EU-Osterweiterung im Mai 2004 den nächsten konsequenten Schritt der engeren Beziehungen mit Osteuropa zu feiern.

Auf der Brücke wurde schon vor 0:00 nicht mehr ernsthaft kontrolliert, dafür gab es sowohl auf deutscher wie auf polnischer Seite kostenlosen Glühwein, Sekt und Gulaschkanone. Dann wurde schließlich noch der Schlagbaum abgesägt und die Marschallin von der gegenüberliegenden Wojewodschaft traf sich um 24 Uhr mit dem brandenburger Wirtschaftsminister Junghans, und öffneten formell die Grenze. Kurz danach noch ein großes Feuerwerk und schon ab 0:30 wurde die Straße wieder für die Autos geöffnet, jetzt auch neu mit Rechtsabbiegen ;-)

Nicht unbedingt eine große Feier, aber ein weiterer Schritt aufeinander zu. Es ist schön zu sehen, dass es trotz aller Schwierigkeiten voran geht.
Current Mood: weihnachtlich

18th December 2007

11:19pm: Weihnachtsmarkt
Anläßlich der Rückgabe einiger Bücher musste ich heute wieder mal an die FU nach Berlin. Da ich heute noch weniger Lust auf Diplomarbeit hatte wie sonst bin ich etwas langsamer zurückgefahren und habe am Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz einen Stopp gemacht. Auch wenn in Berlin vermutlich Spandau unübertrefflich ist, hat es Spass gemacht den Schlittschuhläufern und Rodlern (sie haben da tatsächlich so eine Art Rodelhügel aufgebaut) zuzusehen.

Langsam freue ich mich auch ein wenig auf Weihnachten. Außerdem muss ich mal in den nächsten Tagen raussuchen, welche Bücher die Bayerische Staatsbibliothek ("Stabi") so hat, die ich evtl brauchen könnte ;-)
Current Mood: nerdy

17th December 2007

7:51pm: Therme in Bad Saarow
Da unsere Mitbewohnerin morgen Geburtstag hat, aber bereits heute zur Familie nach Estland geflogen ist, haben Marin und ich sie spontan gestern in die Therme Bad Saarow eingeladen, genauer gesagt: Eintritt und eine (professionelle) Ganzkörpermassage.

Und obwohl schon seit 2003 in Frankfurt (O) erkennt man immer wieder schöne Orte, von denen man nicht dachte, dass es sie gibt. Eine weihnachtlich beleuchtete Pool-Landschaft mit ein paar Kerzen zwischendrin und warmes salziges Wasser, inkl. ein nettes Außenbecken. Dabei immer wieder mal was für den Rücken oder einen Strudel, der in etwa wie ein Karussel gewirkt hat.

Ein wenig teuer war es zwar schon, aber wenn man sich denkt, dass wir das Supersonderangebot genutzt haben, womit wir statt 10 EUR für zwei Stunden das gleiche Geld für vier Stunden gezahlt haben, geht es wieder.
Current Mood: okay

11th December 2007

10:15pm: Persönlichkeiten, Fetisch und Freud
Weil meine Diplarbeitsbetreuerin angeregt hat, dass ich mich stärker mit der Frage befasse, ob Marken überhaupt eine Persönlichkeit haben, beschäftige ich mich seit ein paar Tagen mit Animismus, Fetischismus und Persönlichkeitstheorien. Bisher habe ich schon Tylor und Karl Marx verabeitet. Morgen kommt auch noch Simmel dazu.

Dabei bin ich über die eigenartige Fetischismustheorie von Freud gestolpert. Weil sie so "interessant" ist, hier einmal kurz gefasst:
Ein kleiner Junge nimmt an, dass alle Menschen nur ein Geschlecht haben (seines). Wenn er erkennt, dass Frauen keinen Phallus haben, bedeutet das für ihn einen Schock und Kastrationsängste. Um dies wirkungsvoll zu verdrängen (nicht vergessen!), wählt er einen Gegenstand, dem er die Eigenschaften eines Penis zuschreibt. Das sorgt dann dafür, dass der Fetischist nicht schwul wird, weil er so irgendwie das weibliche Geschlecht gerade so ertragen kann. Als Objekte des Fetisch sind nach Freud v.a. Dinge betroffen, die auf Sichthöhe eines kleinen Jungens sind, und die er nach dem Schock der Anders-Geschlechtlichkeit bemerkt, wie z.B. Nylonhosen oder der Fuß.

Da hat er es sich ein bisserl leicht gemacht, der Freud. Schließlich gibt es auch weibliche Fetischistinnen und ob das jetzt der all-erklärende Grund für Homosexualität ist, wage ich zu bezweifeln. Aber das lernt man alles, wenn man eine Marketing-Diplomarbeit schreibt ;-)
Current Mood: weihnachtlich

10th November 2007

12:04am: Tanzstunde(n)
maret und juliane haben sich freundlicherweise bereit erklärt Martin, unserer Mitbewohnerin Tiina, ihrer Freundin Ewa und mir einen Crashkurs fürs Tanzen morgen auf dem Uniball zu geben.
Es ist einerseits gar nicht so schwer wie ich dachte, aber auch nicht so einfach. Jedenfalls hat es sehr viel Spass gemacht.

Und es bietet sich für die beiden an eine Tanzschule zu eröffnen, falls es mit dem Kuwi-Traumjob schwer werden sollte ;-)
Current Mood: tired

3rd November 2007

3:12pm: Der nutzenorientierte Markenbegriff
Da ich jetzt ja über Markenpersönlichkeiten meine Diplomarbeit schreibe, ein kleiner Auszug aus einem gerade gelesenen Text - noch macht es Spass.

Es setzen sich am Markt immer stärker Marken durch, die einen mystischen oder irrationalen Charakter haben; anbei drei verschiedene Sichtweisen, die versuchen den Erfolg der Markenpersönlichkeit erläutern:

1. Marketingtheorie: Da der funktionale Unterschied zwischen Produkten immer kleiner wird, wird durdch eine Art "psychologischer Differenzierung" ein einzigartiges Produkt erzeugt.
2. Soziologie: In unserer Gesellschaft sind die Grundbedürfnisse befriedigt. Marken werden zur Selbstinszenierung im sozialen Leben benutzt.
3. Religionsphilosophischer Ansatz: In einer "Welt ohne Götter" wie der unseren gibt es einen Bedarf nach Sinn. Die Lücke, die von der Religion hinterlassen wurde, springen Lifestyle- und Wertemarken (z.B. Benneton, Esprit, Otto Kern (???)).

Kurz gesagt: Marken = Mythos = Magie
Current Mood: calm

29th October 2007

8:26pm: 2. Platz im europaweiten Wettbewerb
Naja, gewonnen haben wir nicht, dafür sind wir mit weitem Abstand zu den drittplatzierten auf den 2. Platz gekommen. Das ist gut, da ein Jurymitglied offensichtlich bei unserer Präsentation so verwirrt war, dass sie uns Fragen gestellt hat, die sie eigentlich den Vorgängern hätte stellen wollen, und die bei uns vollkommen fehl am Platz waren.

Insgesamt waren es aber drei schöne Tage mit einigen interessanten Workshops, viel gutem Essen und zumindest auch ein paar interessante Leute.

Das Teilnehmen hat sich definitiv gelohnt.

Wenn ich mich morgen nicht mehr so ärgern sollte, dann mehr über Wissenschaft & Praxis - eine anscheinend never ending story.
Current Mood: discontent

18th October 2007

9:25pm: Ich habe ein BAYERISCHES Abitur!
Das bayerische Klasse-Abi wird durch "einheitliche Bildungsstandards" ersetzt, und jetzt - das ehemalige (großartige!!!) Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung - schreibt einen wunderbaren Nachruf http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/402774

Hier ein kurzer Auszug, um den Ausmaß der Katastrophe für uns Eingeborene kenntlich zu machen:

Dieser Schlag trifft die Schüler südlich des Mains hart. Diejenigen also, die am Fuß der Alpen ihr Abitur gemacht haben, gebärdeten sich bisher, als sei die Erlangung der Hochschulreife im Freistaat mindestens so anstrengend wie eine Alpenüberquerung – barfuss und ohne Proviant in 24 Stunden. Während das Abitur überall sonst (von Bayern wert- und ahnungsfrei als „im Norden“ bezeichnet) lediglich mit dem Weg zum Briefkasten um die Ecke zu vergleichen sei – wohlgemerkt getragen auf den Wollpulli-Schultern eines vollbärtigen Vertrauenslehrers, der während des Weges noch Getränke reicht und Tipps für Abkürzungen gibt.
Current Mood: amused

14th October 2007

10:45pm: Doppeltes Straßenfest
Straßenfeste in Berlin scheinen immer gleich zu sein.

Da sind viele Bier-, Grill-, Süßwarenverkäufer, dann gibt es ein paar kleine Bühnen auf denen abgehalfterte Musikanten "Die Hände zum Himmel" singen sowie für die Kleinen Lose, Karussell, Schießen und Stofftierherausziehautomaten. An einem Ende der Straße ist dann der obligatorische Baum-/Grünzeugverkäufer. Immer dazwischen stehen Inder, die "Neuköllner Chick" an den Mann/die Frau bringen.

Das ist mir heute besonders aufgefallen, da ich gleich auf zweien dieser Feste war, und ich manchmal in Reinickendorf dachte, dass ich wieder in Spandau sei.

Trotzdem macht es immer wieder Spass.
Current Mood: amused

8th October 2007

12:04am: Schloss Bellevue
Das Schloss Bellevue ist übrigens von innen gar nicht so toll wie von außen. Anläßlich des Tages der offenen Tür habe ich mir den Sitz des Bundespräsidenten heute angeschaut.

Imposanter ist eigentlich der doch ziemlich große Garten, und natürlich das zu machen, was man sich immer schon mal machen wollte: Langsam und ganz alleine an der Vorderfront des Schlosses entlanglaufen und den Touris draußen, die nicht kapiert haben dass Tag der offenen Tür ist, vormachen als sei man entweder der Präsident selber oder ein WICHTIGER Staatsbesucher.
Current Mood: calm

3rd October 2007

9:53pm: Die letzte Prüfung?
Morgen steht dann vorerst mal wieder die letzte Klausur an. Irgendwie kommt es immer anders als man denkt. Eigentlich wollte ich im April im zweiten Termin mit Controlling und Logistik meine letzten Klausuren hinter mich gebracht haben, bis ich dann bemerkt habe, dass mir mein "Praktikum" bei einem großen Mobilitätsdienstleister VIEL mehr Zeit lässt als ich erwartet habe.

Zum Schluss habe ich mich dafür entschieden lieber meine Noten vielleicht nochmal um ein Zehntel anzuheben als nix zu tun zu haben. Leider konnte mir dann im ersten Versuch (August) keiner helfen, wie eine Anmeldung ohne das Online-Portal möglich ist (hatte blöderweise mein Passwort vergessen), und habe den Versuch zumindest verpasst. Und da der liebe Wieder-mal-ein-Lehrstuhlvertreter-Prof erst Diplomarbeiten ab Mitte Oktober annimmt, habe ich jetzt absolut unökonomisch nochmal gelernt, um morgen zwischen 16 und 18 Uhr meine letzte Uni-Klausur zu schreiben.

Naja, schaun mer mal! ;-)
Current Mood: full
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