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Persönlichkeiten, Fetisch und Freud

Weil meine Diplarbeitsbetreuerin angeregt hat, dass ich mich stärker mit der Frage befasse, ob Marken überhaupt eine Persönlichkeit haben, beschäftige ich mich seit ein paar Tagen mit Animismus, Fetischismus und Persönlichkeitstheorien. Bisher habe ich schon Tylor und Karl Marx verabeitet. Morgen kommt auch noch Simmel dazu.

Dabei bin ich über die eigenartige Fetischismustheorie von Freud gestolpert. Weil sie so "interessant" ist, hier einmal kurz gefasst:
Ein kleiner Junge nimmt an, dass alle Menschen nur ein Geschlecht haben (seines). Wenn er erkennt, dass Frauen keinen Phallus haben, bedeutet das für ihn einen Schock und Kastrationsängste. Um dies wirkungsvoll zu verdrängen (nicht vergessen!), wählt er einen Gegenstand, dem er die Eigenschaften eines Penis zuschreibt. Das sorgt dann dafür, dass der Fetischist nicht schwul wird, weil er so irgendwie das weibliche Geschlecht gerade so ertragen kann. Als Objekte des Fetisch sind nach Freud v.a. Dinge betroffen, die auf Sichthöhe eines kleinen Jungens sind, und die er nach dem Schock der Anders-Geschlechtlichkeit bemerkt, wie z.B. Nylonhosen oder der Fuß.

Da hat er es sich ein bisserl leicht gemacht, der Freud. Schließlich gibt es auch weibliche Fetischistinnen und ob das jetzt der all-erklärende Grund für Homosexualität ist, wage ich zu bezweifeln. Aber das lernt man alles, wenn man eine Marketing-Diplomarbeit schreibt ;-)
Tags: Persönlichkeit
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